Wir halten die Pelztierfamilien zusammen

Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter e.V.



Wir halten die Pelztierfamilien zusammen.

Es gibt ungefähr 6.000 Pelztierzüchter in Europa. Sie sind gerne bereit, denjenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die Interesse zeigen, mehr über die Pelztierzucht heute zu erfahren. Zu ihnen gehören Martien und Anja aus den Niederlanden. Sie öffneten uns die Türen ihrer Farm und teilen Ihnen nachfolgend ihre Gedanken mit, die auf einer langjährigen Praxis als Pelztierzüchter basieren.

”Meine Frau Anja und ich führen unsere Mink-Farm in einem kleinen Dorf im Süden Hollands. Anja machte erste Erfahrung mit Minks auf der Pelztierfarm meiner Eltern. Damals arbeitete ich anderswo. 1985 begannen wir mit unserer eigenen Farm. Ein besonderer Aspekt der Pelztierhaltung besteht darin, dass man Tiere in seiner Obhut hat und ein natürliches Rohmaterial für Bekleidung erzeugt anstelle von Lebensmitteln. Ich denke, das ist in der Landwirtschaft einzigartig und macht die Pelztierhaltung zu einem sehr interessanten Beruf.

Sich um Tiere zu kümmern, das ist ein positives Merkmal der Arbeit auf einer Pelztierfarm. Es ist eine große Herausforderung, genau die Zuchtziele zu erreichen, die wir uns selbst gesteckt haben. Eines unserer Hauptanliegen ist es, die bestmöglichen Lebensbedingungen für unsere Tiere zu schaffen. Daher haben Anja und ich auf unserer Farm ein alternatives, innovatives Haltungssystem eingeführt. Dabei werden die Familien während des ganzen Lebenskreislaufes in einem Haltungssystem zusammengehalten, das ihnen nach unserem Verständnis ein reichhaltiges und dynamisches Umfeld gibt. Nachts, wenn die Tiere aktiver sind, ist es eine Freude, ihnen zuzusehen, wie sie stundenlang miteinander und mit ihren Spielzeugen spielen.

Manchmal haben wir ein besonderes Verhältnis zu einem Tier. Immer dann, wenn wir einem Tier aus irgendeinem Grund mehr Aufmerksamkeit widmen, als dies sonst üblich ist. Grundsätzlich hängen wir sehr an all unseren Tieren und ihren spezifischen Eigenschaften, wie z.B. ihr Aussehen und Verhalten.

Unsere drei Kinder sind noch zu klein, um auf der Farm zu helfen, daher betrachten wir unsere Farm nicht wirklich als ein Familienunternehmen, obwohl der Beruf des Mink-Züchters in unserer Familie häufig ausgeübt wird. Andere Familienmitglieder besitzen auch Mink-Farmen. In den sehr arbeitsintensiven Phasen beschäftigen wir zusätzliche Mitarbeiter.

Wir haben auch Hunde, Bienen, Hähnchen, ein paar Schafe und zwei Pferde. Und obwohl wir sehr viel Zeit für die Pflege von Tieren aufwenden, haben wir viele Hobbies. Wir verbringen unsere Freizeit mit Lesen, Radfahren und anderen Aktivitäten im Freien. Es bleibt keine Zeit für Ferien, aber das bedauern wir nicht. Wir lieben unseren Beruf und unser Leben und wir würden nicht tauschen wollen.”

Martien und Anja Rooyackers, Pelztierzüchter in den Niederlanden

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