Früher habe ich mich um Kühe gekümmert, jetzt bin ich ein Pelztierzüchter

Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter e.V.



Früher habe ich mich um Kühe gekümmert, jetzt bin ich ein Pelztierzüchter.

Es gibt ungefähr 6.000 Pelztierzüchter in Europa. Sie sind gerne bereit, denjenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die Interesse zeigen, mehr über die Pelztierzucht heute zu erfahren. Zu ihnen gehört Finn Nielsen aus Dänemark. Er öffnete uns die Türen seiner Farm und teilt Ihnen nachfolgend seine Gedanken mit, die auf einer langjährigen Praxis als Pelztierzüchter basieren.

”Ich begann vor 29 Jahren, auf einer Pelztierfarm zu arbeiten. Das faszinierte mich derart, dass ich beschloss zu bleiben und mehr über die Pelztierhaltung zu lernen mit dem Ziel, irgendwann in der Zukunft vielleicht meine eigene Farm zu haben. Die beste Qualifikation, die man in Dänemark als Pelztierzüchter erzielen kann, ist das „Grüne Zertifikat“, das ist ein internationaler Managementabschluss in Landwirtschaft, den ich habe. Die Erfahrung mit Tieren liefert einen zusätzlich hilfreichen Hintergrund.

Was ich am liebsten an meinem Beruf habe, ist das Vergnügen zu sehen, wie die Tiere wachsen und sich entwickeln. Wenn man sich richtig um die Tiere kümmert, erzielt man auch gute Produktionszahlen. Für mich und für die meisten meiner Kollegen ist die Pelztierzucht sowohl ein Beruf als auch ein Hobby.

Meine Frau und ich haben zwei Töchter im Alter von acht und zehn Jahren. Sie sind immer auf dem Farmgelände. Mein Unternehmen fühlt sich deshalb wie ein Familienbetrieb. Die Farm und der Raum, in dem gepelzt wird, sind weniger als 20 Meter von unserem Haus entfernt, so dass alles miteinander verbunden ist. Die Mädchen kommen und gehen, ganz wie sie es wollen. Meine Frau hat ihren eigenen Beruf, sie hat ein kleines Unternehmen, das Dienstleistungen für ältere Menschen anbietet. Was die Zukunft unserer Farm betrifft, so planen wird, dass unser einziger Angestellter die Farm weiterführt, wenn ich in Ruhestand gehe. Er ist jetzt 29 Jahre alt, und ich freue mich, sagen zu können, dass er gerne die Farm ganz nach meinen eigenen Idealen leiten würde.

Während der arbeitsintensiven Phasen arbeite ich 70 bis 80 Stunden pro Woche, zu anderen Zeiten zwischen 30 und 40 Stunden. Glücklicherweise habe ich Zeit für Hobbies, wie Sport. Wir gehen oft an den Strand, wenn es das Wetter erlaubt. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte eine Zeitlang in den Bergen leben. Ich habe das mal ein Jahr lang getan.

Das ist der einzige Job, bei dem man ganz mit einem Tier ist und mit Tieren arbeitet. Außer den Hobbys, die ich erwähnt habe, kümmere ich mich auch um die Hege und den Schutz der freien Wildbahn. Ich liebe die Natur, und meinen Kindern und Enkeln zuliebe hoffe ich, dass sie künftig auch sauberes Wasser haben werden und dieselbe Vielfalt von Pflanzen und Tieren, die wir heute haben, genießen können.”

Finn Nielsen, Pelztierzüchter in Dänemark

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