Sich um Tiere zu kümmern ist ”so belohnend”

Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter e.V.



Sich um Tiere zu kümmern ist ”so belohnend”.

Es gibt ungefähr 6.000 Pelztierzüchter in Europa. Sie sind gerne bereit, denjenigen Informationen zur Verfügung zu stellen, die Interesse zeigen, mehr über die Pelztierzucht heute zu erfahren. Zu ihnen gehören Kent und Monika aus Finnland. Sie öffneten uns die Türen ihrer Farm und teilen Ihnen nachfolgend ihre Gedanken mit, die auf einer langjährigen Praxis als Pelztierzüchter basieren.

”Mein Vater begann mit der Mink-Zucht als ich erst 10 Jahre alt war, 1978 kaufte er 10 Füchse. Damals entschied ich, dass ich meine eigene Fuchsfarm führen möchte. Nach dem Gymnasium wurde ich Ingenieur und verbrachte einige Jahre damit, Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Physik zu unterrichten. Während dieser Zeit bauten meine Frau Monika und ich unsere erste Fuchszucht auf. All unsere Tiere sind leicht auseinander zu halten. Ich kenne die Lebensgeschichte eines jeden. Ich verbringe viel Zeit mit den Tieren und kenne sie alle, wie sie ausschauen, wie sie reagieren, sie haben alle ihre eigenen kleinen Schwächen.

Bevor ich auf einer Farm zu arbeiten begann, ist es mir nie in den Sinn gekommen, dass das Arbeiten auf einer Farm so intensiv und so belohnend sein würde. Ich hatte auch keine Vorstellung darüber, wie nahe ich den Tieren kommen würde. Das ist die positivste Sache bei meinem Job als Pelztierzüchter. Je mehr ich mich um die Tiere kümmere, desto bessere Ergebnisse erhalte ich.

Außer der Pflege der Tiere genieße ich die Freiheit und die Tatsache, dass ich mein eigener Chef bin. Der einzige kleine Nachteil besteht darin, dass ich niemals ohne Arbeit bin. In diesem Beruf arbeite ich sieben Tage pro Woche, hauptsächlich weil die Füchse täglich gefüttert werden müssen.

Meine Frau Monika und ich heirateten 1988, und wir haben vier Kinder. Andreas ist 12, Daniel 11, Sofia 9 und Abel 6. Obwohl die Kinder noch zu klein zum Helfen sind, betrachte ich mein Unternehmen als einen Familienbetrieb.

Was die Zukunft anbelangt, weiß ich nur, dass wir noch 20 Jahre bis zu unserer Rente weitermachen wollen. Noch sind unsere Kinder zu klein, um über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Wenn sie mögen, können sie die Fuchsfarm weiterführen; wenn nicht ..., ist das ihre Entscheidung. In diesem Teil Finnlands (zwischen Vaasa und Kokkola, in der Mitte des Landes) ist es nicht einfach, Arbeit zu finden. Daher ist die Pelztierzucht eine ausgezeichnete Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wir sind stolz auf unsere Farm und wir werden sie so lange weiterführen, wie wir gesund sind.”

Außer den Hobbys, die ich erwähnt habe, kümmere ich mich auch um die Hege und den Schutz der freien Wildbahn. Ich liebe die Natur, und meinen Kindern und Enkeln zuliebe hoffe ich, dass sie künftig auch sauberes Wasser haben werden und dieselbe Vielfalt von Pflanzen und Tieren, die wir heute haben, genießen können.”

”Bringe Frucht dort, wohin du gepflanzt wurdest“, das ist unser Lebensmotto. Nutze die Gaben, die du hast, mache das Beste als Züchter und sei erfolgreich als Mensch. Wir geben unser Bestes.”

Kent & Monika Nygaard, Pelztierzüchter in Finnland

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