Forschung

Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter e.V.



Forschung

Verantwortliche Tierhaltung sollte sich immer auf wissenschaftliche Fakten gründen. Aus diesem Grund haben die Pelztierzüchter über die Jahre Millionen von Euros in die Erforschung des Wohlergehens der Tiere und Fragen, wie Haltungssysteme, Zucht und Selektion, Krankheitsprävention, Futterqualität, Ernährung und Management, investiert. Damit wird ein umfassenderes Verständnis für die Bedürfnisse der Tiere sowie für die Umsetzung dieser Bedürfnisse entwickelt.

Mission
Die Forschungsarbeiten der EFBA zielen darauf ab, die europäische Züchtergemeinschaft mit den neuesten Informationen auszustatten, die notwendig sind, um die Bedürfnisse von Mensch und Tier in der täglichen Praxis der Pelztierhaltung auszugleichen. Aus Sicht des Tieres bedeutet dies die Durchführung von Forschungsarbeiten in Bereichen, die möglicherweise das Wohlergehen der Tiere verbessern können. Die Anliegen des Menschen beziehen sich auf eine durchführbare tägliche Hygiene, Umwelt- und Sicherheitspraktiken kombiniert mit wirtschaftlich tragfähigen Investitionsprogrammen.

Wie das funktioniert
Einige Länder haben eigene staatliche Forschungseinrichtungen, wo Wissenschaftler spezifische Forschungsarbeiten zur Pelztierzucht durchführen. Darüber hinaus haben Mitgliedsorganisationen des europäischen Pelztierzüchterverbandes, EFBA, in mehreren Ländern ihre eigenen Forschungseinrichtungen gegründet. Die Forschung wird aber auch koordiniert. Man schätzt, dass ungefähr hundert Wissenschaftler weltweit die Pelztierhaltung erforschen. Sie werden vom ´International Fur Animal Scientific Association (IFASA)´ vertreten, der auch seine eigene Fachzeitschrift ”Scientifur” veröffentlicht.

Wie wird das finanziert
Es ist logisch, dass die Verantwortung zur Finanzierung eines Teils des Forschungsbudgets bei der Pelztierzüchtergemeinschaft liegt. Die Arbeit selbst wird jedoch von unabhängigen Wissenschaftlern durchgeführt, die zum großen Teil bei führenden Universitäten angestellt sind. Ein wichtiger Anteil wird zusammen mit den Regierungen verschiedener europäischer Länder finanziert. Das ist eine gute Konstruktion, insbesondere wenn es um Fragen geht, die die Gesellschaft an das Bedürfnis von Mink für Schwimmwasser stellt. Jeder kann dann noch überzeugter sein, dass die Forschung höchst verantwortlich und selbstkritisch durchgeführt wird. Es gibt Forschungsprojekte, die vollständig von Regierungen bezahlt werden.

Künftige Forschung
In der Vergangenheit konzentrierte sich die Wissenschaft auf das Fehlen negativer Indikatoren zum Wohlergehen bei der Tierhaltung, wie z.B. schlechte Gesundheit, geringe Reproduktionszahlen etc. Das neue wissenschaftliche Denken verlangt, dass die Tiere auch eine Vielzahl positiver Verhaltenssignale aufweist, die auf ein gutes Wohlergehen der Tiere schließen lassen, wie z.B. Spielaktivitäten. Das bedeutet, dass die künftige Forschung zur Pelztierhaltung sich solcher Gebiete wie der Gruppenhaltung mit verbundenen Gehegen, verbesserter Haltungssysteme und einem erhöhten Kontakt zwischen Mensch und Tier annehmen wird.

´Fur Animal Welfare Research Committee (FAWRC)´
Auf Initiative des Europarates im Jahre 1999 half der europäische Pelztierzüchterverband, den unabhängigen Ausschuss zur Erforschung des Wohlergehens der Pelztiere (FAWRC) einzurichten. Dieser Ausschuss besteht aus fünf unabhängigen Wissenschaftlern aus Finnland, Dänemark, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden. Den Vorsitz hat Professor B.M. Spruijt von der Universität von Utrecht. Er ist auch der Leiter der wissenschaftlichen, multidisziplinären Abteilung, die sich der Untersuchung der Beziehungen von Mensch und Tier widmet.

Das Ziel des FAWRC ist es, neue, unabhängige, originelle Forschungsprojekte zum Wohlergehen der auf Farmen gehaltenen Pelztiere zu initiieren, koordinieren und zu finanzieren, die mit den derzeitigen wissenschaftlichen Entwicklungen und den öffentlichen Anliegen übereinstimmen.

Eines der jüngsten, ehrgeizigen Projekte von FAWRC war eine paneuropäische Studie zu der Frage, ob Mink Zugang zu Schwimmwasser haben müssen. Viele Wissenschaftler aus den unterschiedlichen europäischen Ländern arbeiteten zusammen, um eine Antwort zu finden. Für auf Farmen gehaltenen Mink gibt es keine biologische Notwendigkeit für Schwimm-wasser.

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